Herbstflexer auf Ruinen

Es sinkt die sonn’. Ein ragender felsen schaut
hinab auf gold-gebadeten waldessaum.
    Und eine burgruine, steinern,
        trotzet der jahre oktoberregen.
Im breiten burghof stellen sich licht und lärm
der nacht entgegen unter der sterne wacht.
    Es tönt und dröhnet unaufhörlich
        laute musik aus den bose-boxen.
Dazu: ein junges stimmengewirr. Dazu:
die cymbeln aneinandergestoßener
    mischbier- und korn- und vodkaflaschen,
        wellen von stürmischem, muntrem lachen.
Dann plötzlich stille. Schleichende stimmen hört
man noch den hang hinab. Es ist mitternacht.
    Ein motor heult, und dann ein zweiter
        unter der ragenden burgruine.