Strophen vor Sonnenaufgang

Ausgetauscht ist die welt, wenn entwöhnt von nächtlichen schritten
pflastersteine verdämmern, von häusern, graugleich im dunkel,
nichts mehr bleibt als der fleck des himmels, den sie verdecken:
            giebel, gestirne, geträumt.
Eingeschläfert von wind und klarheit wachsender nächte,
langsamverklingender morgenminuten in nachtlosem neon,
ziehen wolken hinauf und hinab. Im licht der laternen
            träumen die fenster vom tag.
Eisenvergitterte tore und höfe, die lippen geschlossen,
sprachlos verstummt, vergaßen die lauten worte des mittags.
Bald versinkt all das, wird wiedergeboren, versinkt, dann
            lacht über alles das licht.