[Der schneesturm weint]

Sergej Jessenin
Der schneesturm weint wie zigeunergeigen.
Mädchen, böses lächeln zeigend.
Fürchte ich nicht diesen blick, den blauen?
Viel brauch ich, ohne viel zu brauchen.
So fern sind wir, so unähnlich einander.
So jung du, so viel ich durchlebt und durchwandert.
Den jungen – glück, nur erinnerung mir
in der schneesturmnacht, im düsteren hier.
Liebkost bin ich nicht. Der sturm – meine geige.
Dein lächeln schneit mein herz entzwei.