Zwei Träume

I

Ein großgesäugter stein aus dunklem regen
macht meiner grille haar für immer blau.
Landeinwärts wird der gabelzahn sich legen
und heimlich tanzt der stuhl auf straßen rau.
Die ockerrobbe platzt aus jeder bürste.
Es wartet hinter jedem grünen zaun
ein regenschirm, der harrt auf bärtge würste
und kann dem schreibtischboden nicht mehr traun.
Die maske streut dem zahlenherzgen könig
ein schläfrig schneegestöber in den wein.
Der stuhl, er trinkt daraus bei nacht ein wenig
und schenkt bei tag der grille mehrfach ein.
Am morgen fällt die angst vor ihm zu boden,
zitronengelb erlegt sie stolz den fisch
und lädt den könig ein, den bart zu roden.
Und schneegestöber wirbelt um den tisch.

II

Die bohne, zungenförmig, in der höhle
entreißt dem krummen eimer herbstlich bach.
Die dreißig schneit dem herzog in die kehle,
der schaut geraubter ferse rhythmisch nach.
Die nadel kehrt mit rosen in den händen
nass, hundertfach sich drehend, seinen kreis.
Es asphaltiert, affekt an beiden enden,
ein fahrrad, lautlos hüpfend auf dem eis.
Ummantelte vernunft versucht zu rollen.
Und schlangen schneiden schilf, dem messer gleich.
Ob bald geladne bienen flimmern wollen,
fragt sich das schilf, an goldnen münzen reich.