Einsamkeit

nach Johan Ludvig Heiberg, Eensomhed
    Fern im kreis von kahlen öden,
    wo die dunklen weiden stehn,
    wo die stillen quellen reden,
    wünsch ich mir, ins grab zu gehn.
Fern in diesem einsam stillen tal
such ich ruh für meines herzens qual.
    Furchtsam ging sie, die beträubte,
    und sie war so süß, so schön.
    Tausend tränen – und es stäubte,
    seufzen hasste sie und flehn.
Such dort ruh für dieses herzens qual,
such ein grab in diesem stillen tal!
    Ach! ich hoffte! Kann nun hoffen
    nicht mehr, was doch sollt geschehn.
    Fern im kreis von nackten schroffen,
    wo die dunklen weiden stehn,
in dem kühlen, in dem fernen tal
find ein grab, beend des herzens qual!